Die 8. Kölner Blumenspiele.

Am 5. Mai 1906 im Gürzenich.
„Berliner Tageblatt” vom 8.Mai 1906 und
„Kölnische Zeitung” vom 7.Mai 1906


„Berliner Tageblatt” vom 8.Mai 1906:

Die Kölner Blumenspiele. In Ergänzung seines Telegramms schreibt unser Kölner Korrespondent: Als wenn der herrliche Sonnenschein des Sonntags das Seinige dazu beigetragen hätte, so übten im altehrwürdigen städtischen Festhause Gürzenich, wo sich eine äußerst zahlreiche und ihrem grundverschiedenen Bestande nach ungemein interessante Festversammlung zur Feier des dichterischen Maienturniers eingefunden hatte, Blumen, Frauenschönheit und geschriebene Poesie ihren Zauber stärker noch als je zuvor aus. Unter den vielen Fremden gab es begeisterte Lobredner für Fastenraths rheinische Errungenschaft, und wenn die Gäste den schönen Zielen der Blumenspiele an sich warmes Verständnis entgegenbrachten, so äußerten sie sich entzückt über Rahmen und Form des feierlich-sinnigen Aktes. Nachdem der Tod zwei der Preisrichter, Geheimrat Professor Dr. Hermann Hüsser und Ernst Scherenberg, abberufen hat, sind an deren Stelle Geheimrat Professor Dr. Ernst Zitelmann (Bonn) und Professor Dr. Arnold Schröer von der Kölner Handelshochschule getreten, und sie teilen sich nunmehr in die Arbeit mit Gustav Delpy, Dr. phil. Otto Bresemann, Hofrat Dr. jur. Johannes Fastenrath, Freiherrn Karl v. Perfall und Dr. phil Ludwig Salomon.

Welcher Art das von diesen Herren bewältigte Pensum ist, ergibt sich aus der Tatsache, daß Fastenrath vom fünften Tausend der Einsendungen sprach. An Liebe zur Sache fehlt es also nicht, und andererseits ist zu bemerken, daß die poetische Ausbeute in diesem Jahre ganz besonders wertvolle Arbeiten zutage förderte. Fastenraths Ansprache, zu der wiederum echte Gemütswärme und helle Begeisterung für die Ideale den Grundton gaben, brachte manchen schönen Gedanken zum Ausdruck und erfreute im übrigen die Hörer durch Geist und Humor.

Als Blumenkönigin stieg diesmal Frau Leonore Niessen-Deiters, die schon zweimal bei den Blumenspielen mit Preisen bedachte anmutige Kölnerin, Tochter des Düsseldorfer Malers Deiters, zum Throne empor und bot der Festversammlung einen fein empfundenen poetischen Gruß dar.

Freiherr Karl v. Perfall, der wie früher in liebenswürdig-beredter Weise als Konferencier waltete, nannte die Namen der preisgekrönten und mit lobender Erwähnung bedachten Dichter und Dichterinnen, und soweit es die Zeit gestattete, wurden alsdann deren Arbeiten zur Vorlesung gebracht. Vorzüglich wirkte als Rezitator in erster Linie Kammersänger Karl Mayer, und auch der jugendliche Schauspieler Georg Kiesau trat mit vielem Erfolge für seine Aufgaben ein. Sehr willkommene Abwechslung brachten einige Vorträge des ausgezeichneten Karl Rostschen Vokal-Soloquartetts in die Folge der Dichtungen, und weiter lauschte man gern den Klängen der sechs blumengeschmückten Harfen, deren Saiten kundige junge Mädchen rührten.

Die Preisverteilung ergab folgende Resultate (die lobenden Erwähnungen lassen wir fort):

• Für das beste Liebesgedicht „Glaube” erhielt Else Becker, Wien, den Ehrenpreis der Kronprinzessin (silberne Jardiniere)
• Mit Liebesgedichten errangen weiter M. Herbert (Theres Kefter), Regensburg, den außerordentlichen Preis des Königs Alsonso von Spanien (siolbervergoldete Vitis),
• Alberta v. Puttkamer, Baden-Baden, einen außerordentlichen Preis (silber­vergoldeten Pokal),
• Marie Stona, Schloß Strzobotnitz, den außerordentlichen Preis der Königin Elisabeth von Rumänien (goldenes Edelweiß),
• Paula Heyt, Logau in Sachsen, Bücherpreise und
• Georg Kiesau vom Kölner Stadttheater einen außerordentlichen Preis (silbernen Pokal). • Den Stiftungspreis (goldenes Veilchen) für ein religiöses Gedicht holte sich Marie Krause-Kinkel, Betzdorf, und
• einen von der Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern gespendeten außerordentlichen Preis (silbernen Pokal) Gräfin Sophie Waldburg-Syrgenstein zu Schloß Syrgenstein im Bayerischen Algäu.
• Den Stiftungspreis für das beste Vaterlands­gedicht (goldene Kornblume) hatte sich Karl Friedrich Wiegand, Zürich, gesichert, und auch
• Pastor Johannes Richter, Leipzig, fand mit einem Vaterlands­gedicht dergestalt den Beifall der Preisrichter, daß sie ihm einen außerordentlichen Preis (silbernen Bleistift) zuerkannten.
• Trägerin des Stiftungspreises (goldene Heckenrose) für die beste Novelette „Totenklage” war Anna Behnisch-Kappstein, Berlin.
• Mit seiner Lösung der Aufgabe Marienlied durch das Gedicht „Der Sennerin Ave Maria” errang sich Paul Sandhage, Berlin, einen außerordentlichen Preis (Geschichte der katholischen Kirche).
• Für ein Lied im Volkston erhielt Dr. Lorenz Nießen, Rheinbach bei Bonn, den Henrici-Becher und
• für ein ebensolches Dr. Wilhelm Henzen, Leipzig, einen weiteren Becher.
• Georg Sylvester Viereck, New-York, erwarb sich mit einem Märchen einen außerordentlichen Preis (goldene Nadel).
• zwei außerordentliche Preise wurden für Lieder zum Preise der Musik erteilt an Erika Dorn-Reisch, Frankfurt a.M., (gotische Prunkkanne) und Alfred Weiße, Berlin, (silberne Blumenvase).
• Der außerordentliche Preis des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Freiherrn v. Schorlemer (silberne Rebenranke) wurde Dr. Artur Pollack, Dresden, für die beste rheinische Ballade zugesprochen und
• einen zweiten, von der Blumenkönigin Leonore Niessen-Deiters gestifteten außerordentlichen Preis (Aquarell) erhielt Hans Eschelbach, Bonn.
Seine Humoreske „Meyers Stiefel” trug dem Grafen Wolf v. Baudissin, Dresden, einen außerordentlichen Preis (silbernen Prunkbecher) ein,
• indes Dr. Karl Busse, Friedrichshagen bei Berlin, den außerordentlichen Preis der Stadt Köln (silbervergoldeten Prunkbecher) für seine Kölnische Ballade „Johannes von Rheydt” nach Hause tragen durfte.
• Gedicht auf Baden lautete die Aufgabe, auf deren Lösung der spanische Vizekonsul Moritz Nauen in Mannheim ebenso wie beim Liede im Volkston einen außerordentlichen Preis gesetzt hatte. Da indessen keine der eingegangenen Arbeiten als der Prämiierung würdig befunden wurde, übrwiesen die Preisrichter auch diesen Preis dem Dr. Wilhelm Henzen, Leipzig.
• Schließlich erhielten für ihre Arbeiten in Kölnischer Mundart Johannes Stader, Köln, und Emil Jülich, Köln, einen Stiftungspreis (goldene Nelke) und einen außerordentlichen Preis (Prunkbecher).


„Kölnische Zeitung” vom 7.Mai 1906:

[Die Kölner Blumenspiele.] Am 5.Mai fanden in üblicher Weise im großen Saale des Gürzenichs die 8. Kölner Blumenspiele statt, denen Regierungspräsident Steinmeister, Oberbürgermeister Becker, Landrat Minten, verschiedene höhere Offiziere und Beamte und ein den ganzen Saal füllendes Publikum beiwohnte. Hofrat Fastenrath begrüßte die Erschienenen, dankte den Spendern von Preisen und erörterte in längerer Rede die Schwierigkeiten, die das dichterische Talent in seiner Entwicklung zu überwinden hat. Darauf führte er die diesjährige Blumenkönigin, die Schriftstellerin Frau Leonore Nießen-Deiters ein, die mit lautem Jubel begrüßt wurde und eine sinnige Ansprache in Versen hielt. Die Urteile des Preisgerichts ergaben folgendes:

• Den Ehrenpreis der Kronprinzessin für das beste Liebesgedicht erhielt Else Becker in Wien;
• ferner wurden noch für Liebesgedichte ausgezeichnet Frau Therese Keiter-Herbert in Regensburg mit dem Preise des Königs von Spanien,
• Frau Alberta v. Puttkamer mit dem Preise des Ehepaares Bouressie ,
• Frau Marie Stona mit dem Preise der Königin von Rumänien,
• Paula Heyt in Logau in Sachsen mit dem Preise von Irene v. Schellander und Freifrau v. Malapert,
• Georg Kiesau in Köln mit dem Preise von Frau Keiter-Herbert.
• Für religiöse Gedichte erhielten Preise: Frau Regierungsrat Marie Krause-Kinckel in Betzdorf und
• Gräfin Sophie Waldburg auf Syrgenstein in Bayern.
• Karl Friedrich Wiegand in Zürich und
• Pastor Johannes Richter in Leipzig wurden für vaterländische Gedichte ausgezeichnet.
• Einen Preis erhielt weiter Frau Anna Baehnisch-Kappstein für eine Novelette,
• dann Paul Sandhage in Berlin für ein Marienlied,
• Direktor Dr. Lorenz Nießen in Rheinbach bei Bonn und
• Dr. Wilhelm Henzen in Leipzig für Lieder im Volkston,
• Georg Sylvester Viereck in New York für ein Märchen,
• Frau Dr. Erika Dorn-Reinsch in Frankfurt und
• Alfred Weiße in Berlin für ein Lied zum Preise der Musik.
• Den Preis des Oberpräsidenten der Rheinprovinz für eine rheinische Ballade erhielt Dr. Arthur Pollack in Dresden,
• den Preis der Blumenkönigin für die gleiche Dichtungsart Hans Eschelbach in Bonn,
den für eine Humoreske Wolf Graf von Baudissin, genannt Frhr. v. Schlicht.
• Den Preis der Stadt Köln für eine kölnische Ballade erhielt Dr. Karl Busse in Friedrichshagen bei Berlin.
• Zwei Preise für Dichtungen in kölnischer Mundart fielen an Johannes Stader und Emil Jülich in Köln.

Die preisgekrönten Dichtungen wurden, soweit dies ihre Ausdehnung zuließ, von Fräulein Doris Ohliger, Herrn Kammersänger Karl Mayer, Schauspieler Georg Kiesau, Herrn Julius Metz, und was seine eigne Dichtung anging, von Hans Eschelbach vorgetragen. In das Preisgericht waren in diesem Jahre an Stelle der verstorbenen Mitglieder Geheimrat Hüsser und Ernst Scherrnberg Geheimrat Prof. Dr. Zittelmann in Bonn und Dr. Arnold Schröer, Professor an der Kölner Handelshochschule, getreten. Prof. Franke leitete das Fest mit einem Orgelvortrag ein, Herr Karl Pillney und fünf Damen gaben zwei außerordentlich schöne Harfenvorträge, und zweimal trat das Rostsche Soloquartett auf. Mit einem Schlußwort Karl v. Perfalls endigte die Feier. Um 5 Uhr abends folgte dann das von mehr als 200 Personen besuchte Festessen. Bei diesem hielt Landrat Minten den Kaiserspruch. Hofrat Fastenrath huldigte in Versen der Blumenkönigin, die in geistreicher Rede antwortete, Karl v. Perfall sprach auf die Kronprinzessin, der belgische Generalkonsul Herr Cartuyvels auf den König von Spanien, und der von der Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern besonders hierher gesandte junge spanische Geistliche Dr. Sanz antwortete in seiner Muttersprache. Herr. Dr. Kappstein von der Freien Hochschule in Charlottenburg sprach auf die Stadt Köln; außerdem sprachen noch die beiden Stadträte Schulz und Görissen; auch mehrere Festgrüße in Versen wurden vorgetragen. Beide Veranstaltungen nahmen einen glänzenden Verlauf.


Anläßlich der „Kölner Blumenspiele 1904” ging die Novelle „Das göttliche Auge” von Eva Gräfin Baudissin als beste Novelle aus dem Wettbewerb hervor. („Coblenzer Zeitung” vom 2.5.1904)

Die „Kölnische Zeitung” schreibt darüber am 3.5.1904:

Die Kölner Blumenspiele versammelten am 1.Mai zum sechsten Male im Gürzenich ihre Gemeinde. Die eigenartige Form, in der sie vor sich gehen, hat sich am Rhein Bürgerrecht erworben. In seiner Eröffnungsrede äußerte sich Hofrat Fastenrath dazu: „Wer es auffallend findet,” sagte er, „daß unter unsern Preisgekrönten nur ab und zu ein berühmter Name auftaucht, der mag des Rätsels Lösung in der Aeußerung eines gefeierten Dichters erkennen: „Gewiß würde sich mnancher unserer literarischen Größen an den Blumenspielen beteiligen, wenn ihm ein Preis sicher wäre.” Das ist aber, wie Sie alle begreifen werden, unmöglich, da die Preisrichter, um ganz unbeeinflußt zu urteilen, ihre Entscheidung treffen, bevor sie den Namen des Einsenders wissen.” Auch von den Blumenspielen gilt, daß sie nicht die Literaturgeschichte bedeuten. Aber das sollen und wollen sie auch gar nicht; ihr Grundgedanke ist, an den Frühling in der Natur den Frühling des Menschenherzens zu knüpfen und zwar in einer besondern, anmutigen Form, die dem Dichter Kränze flicht. Das ist unbedingt anerkennenswert. Eine gesunde Entwicklung der deutschen Blumenspiele ist in der Hauptsache darin verbürgt, daß die Preisrichter Dichtungen und nicht Personen krönen, und die Oeffentlichkeit den vollen Einblick in die bevorzugten Dichtungen erhält. Einen bemerkenswerten Maßstab wird darum auch immer der lebendige Eindruck der Vorträge auf das Publikum abgeben. Die Anteilnahme des letztern war unverkennbar rege und steigerte sich z.B. bei Stobitzers Der Untötbare zu tiefgehender Bewegung. Es ist keine kleine Nervenarbeit, von Mittag bis gegen drei Uhr den Worten der verschiedensten Dichter zu lauschen, und doch waren es verhältnismäßig nur wenige, die nach leidiger Gewohnheit vor Schluß den Saal verließen. Die Blumenkönigin des diesjährigen Festes war die Großherzogin Caroline von Sachsen, die vertreten wurde von der Gattin des weimarischen Staatsministers Dr. Rothe.

Preisgekrönt oder ehrenvoll erwähnt wurden folgende Dichtungen:

I. Liebeslied.
a. Stiftungspreis (Ehrenschleife) und außerordentlicher Preis (silberner Becher) der Blumenkönigin Großherzogin Caroline von Sachsen: „Geburt der Liebe” von Edwin Apitz (Leipzig).
b. Außerordentlicher Preis (zwei Vasen) der Frau Else Galen-Guve (Potsdam): „Bergfahrt” von Anton Lindner (Wien).

II. Religiöses Gedicht.
a. Stiftungspreis (goldenes Veilchen): „Erlösung” von Helene Göhrcke (Stettin).
b. Außerordentlicher Preis der Königin Elisabeth von Rumänien (Lieder der Königin): „Himmelsmärchen” von Elisabeth v, Wetira (Kassel).

III. Vaterlandsgedicht.
Stiftungspreis (Goldene Kornblume): „Der Untötbare” von Hugo Stobitzer (Remscheid).

IV. Novelette.
Stiftungspreis (Goldene Heckenrose): „Was im Venn geschah” von Nanny Lambrecht (Aachen).
Außerordentlicher Preis (goldene Brosche, gestiftet von einer Dame der Literarischen Gesellschaft): „Das göttliche Auge” von Eva Gräfin Baudissin (Dresden).

V. Naturgedicht.
Außerordentlicher Preis (Silbervergoldete Lilie) des Königs Alfons XIII. von Spanien: „Frühlingsballade” von Georg Muschner-Niedenführ (München).Lied im Volkston.
Außerordentlicher Preis (silberner Becher) von Dr. Ernst [im Original weiter unleserlich.D.Hrsgb.]

VII. Weinlied.
Außerordentlicher Preis (silberner Becher) des Oberpräsidenten der Rheinprovinz Dr. Nasse: „Weinlied” von Dr. Anton Pollack (Dresden).

VIII. Ballade.
Außerordentlicher Preis von Herrn Konsul Müller-Remy (Karlsruhe): „Vom Baum der Erkenntnis” von Frau Dr. Gröhe (Köln).

IX. Humoreske.
Außerordentlicher Preis (silbervergoldeter Pokal) von Herrn und Frau Georg Bouressi (Köln): „Der Rottenschuster” von Freiherrn Dietz Zedlitz und Neukirch (Wiesbaden).

X. Fabel und Parabel.
a. Außerordentlicher Preis von Herrn Martin Finzel sen. (Köln): „Der Adler und der Specht” von Eleonore Nießen-Deiters (Köln).
b. Außerordentlicher Preis (elektrische Lampe) der Redaktion der Wiener Mode: „Der Eichbaum” von Henriette Dévidé (Wien).

XI. Lobgedicht auf das Landleben.
Außerordentlicher Preis (Silberstatuette) des Regierungsrats Dr. Curtius (Köln): „Sommerpsalm auf dem Felde” von Georg Kiesau (Köln).

XII. Kölnische Balladen.
Außerordentlicher Preis (silberner Ehrenbecher) der Stadt Köln: „Der Gewaltherr” von Dr. Wilhelm Schneider-Clauß (Kerpen bei Köln).

XIII. Gedicht in Kölner Mundart.
Stiftungspreis (goldene Nelke): „Meister Huppet Huhhot” von Dr. Wilh. Schneider-Clauß (Kerpen bei Köln).

Natürlich konnte nur eine Auslese dieser Dichtungen vorgetragen werden. Direktor Purschian, der die meisten der zum Vortrage bestimmten Gedichte meisterhaft vortrug, hat um das Gelingen des Festes dadurch ein großes Verdienst; außer ihm rezitierten noch die Herren Julius Metz und Georg Kiesau. Zwischendurch sang der Domchor unter Leitung von Monsignore Professor Cohen; auch griffen die Orgel unter Professor Franke und die üblichen Harfen stimmungsvoll ein, die die Damen Frau Else Emanuel-Glas, Frau Clara Brouvers-Stauffer, Frl. Alma Herzberg, Frl. Doris Ohliger und Herr Max Haupt spielten, denen sich als Violinist Konzertmeister Heinrich Anders zugesellte. Ernst Scherenberg hatte die Bekanntmachung der bevorzugten Dichtungen übernommen. Um 5 Uhr folgte in demselben Festraume das Bankett zu Ehren der Blumenkönigin unter zahlreicher Teilnahme von Herren und Damen, letztere in festlicher Kleidung. Den Kaiserspruch sprach Stadtverordneter Schultz, Direktor Gerull sprach auf den Großherzog von Weimar, Hofrat Fastenrath auf die Großherzogin und die stellvertretende Blumenkönigin, Frau Staatsminister Rothe, auf diesen als Präsidenten der Schiller-Stiftung sprach Freiherr v. Perfall, Professor Schrörs auf die Stadt Köln, Beigeordneter Jesse auf das Ehepaar Fastenrath. Von der Großherzogin Caroline von Sachsen-Weimar war ein sehr herzlich gehaltenes Telegramm eingelaufen. Mit einem Tanz schloß die glänzend verlaufene Feier.


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